Sunday, 5 April 2015

Greetings from Cape Town

Tschesse zämme

Am vergangenen Freitag um 16.45 Uhr startete mein halbjähriges Abenteuer, als ich äussert nervös aus der Wohnung trat und mich in Richtung Bahnhof, Zürich Flughafen, Joburg und zum Schluss Cape Town begab.
Die Reise verlief grundsätzlich gut - sie lief gut, aber begann schlecht. Natürlich war mein Koffer zu schwer und so landete ein grosser Teil der Kickschuhe, die ich für die Kinder in meinen Sozialprojekt mitnehmen wollte, im Abfall. Zusätzlich mussten noch Kleidungsstücke von mir daran glauben. Marktlücke: Eröffnung einer Kleidersammlung am Flughafen Zürich. Laut Infoschalter gibt es eine solche nicht...
Der Flug nach Johannesburg verlief danach problemlos. Leider war mein Screen beschädigt, sodass ich mich bei meinen beiden Filmen mehr auf den Ton konzentrieren musste. Den Rest der Zeit verbrachte ich schlafend. In Joburg angekommen kam dann ein wenig Hektik auf. Tipp bei Flügen über Joburg, die danach im Inland weitergehen: Mehr als 1 Stunde 50 Minuten Aufenthalt einberechnen. Ausser man liebt ein wenig Nervenkitzel. Denn mit Passkontrolle, Ebolakontrolle, die ich problemlos überstand, Gepäck holen, Re-Checking und Security-Kontrolle vergeht doch etwas Zeit. Mit Hilfe eines Porters fand ich zum Glück sofort die Security-Kontrolle und anschliessend das Gate. Die Passagiere waren bereits dabei, in die bereitstehenden Busse, die uns zum Flugzeug brachten, einzusteigen. Viel mehr Zeit wäre mir also nicht mehr geblieben.
Der zweistündige Flug nach Cape Town war dann wieder sehr friedlich. Ein redseliger und sehr freundlicher Südafrikaner, der zuvor eine Woche in Stuttgart arbeitete, unterhielt mich bestens. Anhand dieses Gespräches wurde mir auch klar, aus welchem Grund ich unter anderem nach Cape Town reise - um Englisch zu lernen....
In Cape Town klappte alles reibungslos. Ich wurde überschwänglich vom Fahrer meiner Schule abgeholt und er fuhr mich zu meiner Familie im Stadtteil Rondebosch. Auch da fand eine sehr warme Begrüssung statt.
Ich bezog danach mein Zimmer, welches ich mittlerweile mit einer kleinen Eidechse teile. Das Zimmer hat alles was das Herz begehrt. Bequemes Bett, schöne Aussicht in den Garten sowie ein eigenes Badezimmer. Nach dem ersten gemeinsamen supper ging ich, bzw. die Familie, welche sich bereits um 21.15 Uhr zum Schlafengehen verabschiedete, ins Bett.
Der zweite Tag stand dann im Zeichen einer kleinen Autotour. Die Route führte über Muizenberg, wo im letzten Monaten (sichtlich) ein grosses Feuer gewütet hat. Den Long Beach, wo wir am längsten und breitesten Strand, den ich bis jetzt in meinem Leben gesehen habe, einen kleinen Spaziergang mit Jake, dem Familienhund, machten. Und über die Chapman's-Peak-Road, eine wunderschöne aber äussert enge Küstenstrasse.




Zu Hause angekommen startete ich, nach einem umfangreichen Lunch, einen Besichtigungsspaziergang zu meiner Schule. Für einen Weg brauchte ich 40 Minuten.
Am Abend konnte ich meine Familie voll und ganz für Raclette begeistern. Sie konnten mir nicht genug sagen, wie lekker es sei. Dabei lernte ich sogar noch etwas. Man kann das Raclette auch über Kartoffelstock giessen :-D.
So nun ist der zweite Cape-Town-Day auch schon wieder vorbei. Ich werde mich sicherlich Ende der nächsten Woche wieder einmal melden. Ziel: In Englisch!
PS: mein ultimatives kulinarisches Highlight bis jetzt: biltong (Trockenfleisch). Da hat sogar Bündnerfleisch keine Chance. Sorry Corina ;-)

Machets guet ond bes bald

Dario


2 comments:

  1. Sehr spannend. I am following you
    Liebe Grüsse
    Nina

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  2. Sehr spannend... Ich folge dir
    Liebe Grüsse
    Nina

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